85 Jahre
begleitet die Harvard-Studie Menschen über ihr Leben – und nennt gute Beziehungen einen der stärksten Faktoren für Gesundheit und Zufriedenheit
Letzten Dienstag stand eine Freundin in meiner Küche und erzählte mir, wie produktiv ihr Jahr im Home Office gewesen sei – konzentriert, flexibel, ganz nach ihrem Rhythmus. Und dann, fast nebenbei, sagte sie: "Manchmal vermisse ich nur, einfach jemandem über den Tisch hinweg eine Idee zuzurufen." Genau darum geht es in diesem Text. Nicht darum, wo man am besten arbeitet, sondern um etwas, das in keiner Stellenbeschreibung steht: das Gefühl, dazuzugehören. Gute Arbeitsorte erledigen Aufgaben. Großartige nähren auch unsere soziale Gesundheit – das stille Fundament dafür, wie gerne und wie gut wir arbeiten.
Was Verbundenheit für uns leistet
Ein Großteil dessen, was uns bei der Arbeit trägt, entsteht ganz beiläufig: der kurze Austausch beim Kaffee, das Nicken im Vorbeigehen, die unerwartete Verbindung zwischen zwei Projekten. Diese kleinen Begegnungen wirken unscheinbar – und doch geben sie dem Tag Halt. Ich nenne sie gern die unsichtbaren Stützpfeiler eines guten Arbeitstags.
Wenn man viel allein arbeitet, fallen diese Momente leicht weg, ohne dass man es sofort bemerkt. Das ist keine Schwäche und kein Vorwurf an irgendeine Arbeitsform – es ist einfach so, dass Verbundenheit Gelegenheiten braucht. Sie entsteht dort, wo Menschen einander regelmäßig begegnen.
Und sie ist mehr als ein nettes Extra. Die Harvard-Studie zur Entwicklung Erwachsener begleitet seit den späten 1930er-Jahren dieselben Menschen über ihr ganzes Leben – eine der am längsten laufenden Untersuchungen ihrer Art. Ihr deutlichstes Ergebnis: Gute Beziehungen sind einer der stärksten Faktoren für Gesundheit und Zufriedenheit. Das gilt nicht nur privat. Es gilt auch dort, wo wir einen großen Teil unserer wachen Stunden verbringen.
Wie ein gemeinsamer Ort soziale Gesundheit nährt
Coworking wirkt nicht, weil zufällig andere Menschen im selben Raum sitzen. Es wirkt, weil mit der Zeit eine Gemeinschaft mit geteilten Werten entsteht: Konzentration, Respekt, gegenseitige Unterstützung. Menschen, die täglich denselben Raum teilen, beginnen sich wahrzunehmen – und irgendwann kennt man die Gesichter, die Vornamen, die Projekte.
Genau das schätzen viele an einem Coworking Space gegenüber dem rein privaten Büro: nicht nur einen Schreibtisch, sondern ein soziales Netzwerk, das ganz natürlich mitwächst. Man fragt schneller um Rat, empfiehlt sich gegenseitig weiter, lernt Menschen kennen, denen man sonst nie begegnet wäre.
Soziale Gesundheit bedeutet dabei nicht, ständig gesellig sein zu müssen. Sie bedeutet das Gefühl, in einem Kontext zu sein, der einen erkennt und anerkennt. Dieses Gefühl entsteht nicht durch erzwungene Teamevents, sondern durch regelmäßige, unaufgeregte Nähe zu Menschen, die ähnliche Werte teilen. Man darf konzentriert für sich arbeiten – und weiß zugleich, dass man nicht allein ist.
Serendipität: das schöne Nebenprodukt der Gemeinschaft
Eines der schönsten Dinge an einem lebendigen Arbeitsort sind die Gespräche, die niemand geplant hat. Sie führen zu Projekten, die niemand vorhergesehen hat. Freelancer gewinnen Kunden. Gründer finden Mitstreiter. Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen lösen gemeinsam etwas, woran sie allein länger gesessen hätten.
Diese glücklichen Zufälle lassen sich nicht erzwingen. Aber man kann ihnen einen Boden bereiten – indem Menschen regelmäßig an einem Ort zusammenkommen und dieser Ort so gestaltet ist, dass Begegnung leicht fällt. Eine gemeinsame Küche, ein Garten, ein Tisch, an dem man sich beim Mittagessen trifft: Das ist kein Zufall, das ist Absicht.
Im Innergarden erlebe ich das fast täglich. Die Gemeinschaft entsteht im Atrium, draußen im Grünen, beim Essen, bei den regelmäßigen Events. Unsere 500 Quadratmeter sind großzügig genug zum konzentrierten Arbeiten – und gleichzeitig überschaubar genug, dass man einander wirklich begegnet.
Was wir im Innergarden unter Gemeinschaft verstehen
Wir haben den Innergarden nicht als reinen Arbeitsplatz gedacht, sondern als Ort, an dem Menschen gerne sind. Das klingt einfach, braucht aber Sorgfalt. Denn "gerne sein" heißt, dass ein Ort nicht nur funktioniert, sondern sich auch sozial stimmig anfühlt.
Deshalb laden wir Menschen ein, die Lust haben, Teil von etwas zu sein – nicht nur Nutzer einer Infrastruktur, sondern Mitglieder einer Runde, die man mitprägt. Das schließt niemanden aus. Es schafft einfach einen Kontext, in dem Zugehörigkeit selbstverständlich ist und nicht erst erkämpft werden muss.
Regelmäßige Community-Events, eine aktive Mitgliederkultur und Räume, die zur Begegnung einladen, sind für uns kein Zusatz. Sie sind der Kern dessen, was den Innergarden ausmacht – ein Coworking-Netzwerk in der Nähe von Offenburg, das man eher als Nachbarschaft beschreiben würde als als Bürofläche.
Fazit
Arbeit ist mehr als das, was am Abend fertig ist. Sie ist auch ein Stück des sozialen Lebens, das wir miteinander teilen. Ein guter gemeinsamer Ort gibt diesem Teil Raum – nicht als aufgesetztes Programm, sondern als natürlichen Bestandteil des Tages. Wer Lust auf Verbundenheit hat, findet im Coworking einen Ort, an dem sie ganz von selbst wachsen darf. Und das ist kein weicher Nebeneffekt. Es ist einer der schönsten Gründe, warum so viele Menschen das Miteinander suchen.
Lerne die Innergarden-Community kennen: Komm für einen Tag vorbei – ohne Verpflichtung.
Probetag anfragen →Erleben Sie die Innergarden-Community selbst: Gratis Tagespass anfragen →

